Wuchten von Flugzeugropellern - mit mobiler Messtechnik von ROGA

 

Erfahrungsbericht der Fa. MT-Propeller mit dem USB-Balancer an einer Cessna 182


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1. Der Versuchsaufbau:

 

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  • Ausmessen der möglichen Wuchtpunkte:
    Die möglichen Befestigungspunkte werden ausgehend von einem Bezugspunkt zum Beispiel der Schraube hinter Blatt No.1 ausgemessen und die Locations in Winkelgrade umgerechnet.

     

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  • Befestigung des USB-Balancers am Motorblock:
    Der Balancer wird möglichst nahe hinter dem Propeller am Motorblock befestigt.
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  • Anbringung eines Verwuchtungsgewichts, da der angebrachte Propeller bereits gewuchtet ist.

 

 

2. Die Versuchsdurchführung:

  • Programm-Setup (siehe auch USB-Balancer Report):
    RPM:2300
    Axis of analysis: Y
    FFT Peak Mode: Peak
    N° of placeholders: 4
    Anm.: Es wurden nur 4 Wuchtungspunkte gewählt, da die zur Verfügung stehenden Montagepunkte nicht in regelmäßigen Abständen platziert sind. Hier wäre eine individuelle Positionseingabe wünschenswert
  • Daten-Ausgabe: Siehe Balancer Report
  • Wuchtung: Die Gewichte werden anhand der Gradangabe an die entsprechend nächsten Punkte verteilt. Die finalen Wuchtgewichte ergaben sich logischerweise gegenüber der künstlichen Unwucht.

 

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Fazit:

 

Unsere Erfahrungen mit dem Gerät waren positiv da gerade die Handlichkeit des Gerätes und die Einfachheit der Bedienung ein großer Vorteil im Feldeinsatz sind.
Für Personen die bereits mit der Wuchterei von Flugzeugpropellern vertraut sind ist die Bedienung kein Problem und die Software ist intuitiv bedienbar.
Allerdings wären für den speziellen Einsatz des Propeller-Wuchtens noch einige Modifikationen in der Software wünschenswert: 
Aufgrund von Hardware-Komplikationen unseres Laptops wurde das Programm unerwünscht geschlossen und dadurch alle gesammelten Daten verloren. Das ist zwar kein Problem der  Software an sich, dennoch wäre es von Vorteil, die aktuellen Messvorgänge/FFTs zusätzlich als wieder aufrufbare Dateien (sowohl vom Programm als auch manuell, deshalb möglichst als ASCI) einzeln abzuspeichern. Dementsprechend müsste dann bei den einzelnen Messvorgängen eine Option wie z.B. „Messung aus Datei laden“ vorhanden sein. Es  kostet besonders bei größeren Flugzeugtriebwerken viel Zeit und Geld einen Probelauf zu fahren, weshalb eine solche Funktion im Falle einer Fehlmessung hilfreich ist.
Aus selbigem Grund wäre auch eine Option zur Fortsetzung  des Messvorgangs über den vierten Messlauf hinaus praktikabel, bis die gewünschte Unwucht erreicht ist. Wenn also sie Software durch jedes Anbringen von Gewichten weiter lernen würde.
Weiter wünschenswert wäre eine strikte Anlehnung an die in der Flugzeugmaintenance üblichen Einheiten. Also für die Unwucht  „Inch pro Sekunde“ IPS.

Am wichtigsten für die dynamische Propellerwuchtung ist aber eine Möglichkeit der manuellen, einzelnen Positionierung der Wuchtungspositionen in der Software. Wir führen die Restunwuchten in unserem Test hauptsächlich darauf zurück, dass wir die vorgeschlagenen Wuchtungspunkte nur ungefähr bedienen konnten. Auch die Kalibrierungsposition im Lauf  2 müsste frei wählbar sein, da oftmals kein Befestigungspunkt im 90°-Winkel zur Position 1 zur Verfügung steht.

 

 

USB Balancer Report


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