Deutsche Bahn AG

 

Prüfung der Betriebsfestigkeit

 

Schienenfahrzeuge gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln. Dafür sorgen ausgereifte Streckenüberwachungssysteme und die hohe Qualität der Verschleißteile an Waggons und Triebwagen. Im Mindener Forschungs- und Versuchszentrum der Deutschen Bahn AG werden zum Beispiel Drehgestellrahmen, Räder, Federn und Kupplungen auf Betriebsfestigkeit geprüft. Für Messdatenaufzeichnungen nutzt man den TEAC Data Rekorder RD-200T.

 

TEAC RD-200T im Einsatz

 

Der Prüfablauf ist so gestaltet, daß in relativ kurzer Zeit eine lange Betriebsdauer auf den Prüfständen simuliert werden kann. In nur drei Monaten wird der Nachweis erbracht, ob die Prüflinge für 30 Jahre Dauerbetrieb geeignet sind. Zur Registrierung geringster mechanischer Spannungen oder Verformungen verwenden die Messingenieure Dehnungsmessstreifen. Der TEAC Data Rekorder digitalisiert die von ihnen ausgehenden verstärkten analogen Signale und stellt sie dem Messingenieur zur Auswertung zur Verfügung.

 

Einsatz im fahrenden Zug

 

Der für Sollwertvorgaben, Prüfprogrammgestaltung und Messwerterfassung zuständige DB-Mitarbeiter Hans-Dieter Junggebauer setzt den TEAC Rekorder jedoch nicht nur auf den Prüfständen im Mindener Test-Zentrum ein, sondern auch im fahrenden Zug, wobei Parallel-Messungen an verschiedenen Verschleißteilen vorgenommen werden. Sämtliche 16 Aufzeichnungskanäle des RD-200 sind dann belegt. Als besonders praktische Hilfe schätzt Junggebauer das integrierte Mikrofon und die zusätzliche Tonspur des Rekorders, denn so lassen sich Kommentare zum Verlauf der Messfahrt aufzeichnen.

 

Schnelles Suchsystem

 

Wieder zurück im Labor, werden die intersessanten Situationen auf dem Band angefahren und die dazugehörigen Messwerte analysiert. Dabei profitiert Junggebauer von den diversen Suchmechanismen, die durch ID-Nummern unterstützt werden. Auf Testfahrten benutzte Bänder durchsucht er nach zeitlichen Kriterien: „Suche mir 20.17 Uhr“ (Signal Brückenüberfahrt). Hat der TEAC 200T die gewünschte Aufzeichnung gefunden, gibt er ein ein akustisches Zeichen.

 

Lange Aufzeichnungszeit

 

Die Aufzeichnungsdauer beim RD-200T beträgt mit einer Standard DAT-Kassette zwei Stunden. Junggebauer nutzt jedoch den „Longplay-Modus“ und erzielt damit eine Aufzeichnungszeit von bis zu 12 Stunden. Begeistert ist der Messtechniker von den hohen Abtastraten des Gerätes. Bei gleichzeitigem Betrieb von 16 Kanälen bietet es 2,5 KHz Signalbandbreite. So können 6 Signale oder Impulse pro Millisekunde aufgezeichnet werden - ideal für die im Forschungs- und Versuchszentrum der Deutschen Bahn oder auf der Schiene durchgeführte Messwert-Erfassung.