MAN B&W

 

Beanspruchungsmessung

 

Bei der Betriebsfestigkeitsprüfung an Diesel-Großmotoren nutzt MAN B&W den TEAC-Messdaterekorder RX-816.
Praktisch jedes zweite PS, das heute moderne Hochseeschiffe antreibt, stammt von MAN-B&W in Augsburg. Das Produktionsprogramm reicht von Viertakt-Dieselmotoren mit 610 bis 31.825 PS, über Zweitakt Antriebsmaschinen, Viertakt-Dieselgasmotoren und -Stromerzeugungs-Aggregate bis hin zu Abgasturboladern. Weil Schiffs- und Kraftwerks-dieselmotoren rund um die Uhr zuverlässig laufen müssen, sind im Augsburger Werk mehrer Messabteilungen für den Qualitätsnachweis der Motor-Komponenten verantwortlich: Erfaßt werden mechanische Schwingungen, Wege, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen sowie die Betriebsfestigkeit von starren und beweglichen Bauteilen. Für Messungen von Ereignissen, die absehbar und regelmäßig sind, genügt in der Regel ein PC. Manchmal reicht jedoch die Speicherkapazität eines Rechners nicht aus. Außerdem haben PC-gestützte Aufzeichnungen den Nachteil, daß sich unvorhersehbare Ereignisse nur schwer erfassen lassen.

 

Data Rekorder RX-816

 

Speziell für die Aufzeichnung von Beanspruchungsmessungen an Auslaßventilen entschied sich Diplom-Ingenieur Albert Zeitlmeir (34) für den Einsatz des TEAC Data-Rekorders RX-816  mit 16 Aufzeichnungskanälen und Hi8-8mm-Video-Kassettenband (7,7 Gigabyte Speicherkapazität) als Aufzeichnungsmedium. Zur Messung der auftretenden Spannungen am stark beanspruchten Ventilschaft nutzen die Prüfingenieure hochempfindliche Dehnungsmessstreifen. Diese registrieren selbst geringste mechanische Kräfte. Sie werden in elektrische Signale umgewandelt , verstärkt und in den TEAC-Rekorder analog eingespeist. Pro Dehnungsmessstreifen wird einer der 16 Kanäle im RX-816 belegt.

 

Messung mit hoher Frequenz

 

Da die Messsignale bei Auslaßventilen hochfrequent sind und starken statischen Schwankungen unterliegen, wird mit hoher Frequenz und über einen längeren Zeitraum gemessen. Die MAN B&W-Mitarbeiter profitieren dabei von den hohen Abtastraten des TEAC Gerätes. Der Rekorder bietet eine Signalbandbreite von DC-20 kHz auf allen Kanälen. Die Abtastrate beträgt hierbei 48 kHz pro Kanal , was einer Samplingrate von 768 kHz über alle Kanäle entspricht. Für die Auswertung der Aufzeichnungen bei Spannungsmessungen an Ventilschäften wird getriggert: man filtert kanalweise interessante Signale (z.B. Stoßvorgänge der Ventilbetätigung) zur Weiterverarbeitung heraus. Um die Messdaten direkt vom Rekorder auf den PC zu übertragen, setzen die Messingenieure das TEAC Software-Tool Quik VU ein. Sie können damit den Rekorder direkt vom Rechner aus steuern und auch verschiedene Automatisierungsfunktionen (Trigger) eingeben. Im Gegensatz zu oftmals wesentlich teureren Spezialprogrammen belegt Quik VU wenig Speicher im Rechner und kann problemlos auf dem Rechner installiert werden.